Jutta-Heller-Grossgruppen-Workshop

Großgruppen-Workshop Resilienz

Brain-Gym sind einfach Überkreuz-Bewegungen z.B. zum Aktivieren nach der Mittagspause, aber auf der Bühne mit einem Mikro in der Hand wird es zur echten Herausforderung… ähnlich wie organisationale Resilienz: ein komplexes Thema, das eine ganzheitliche und abgestimmte Herangehensweise verlangt. Ein Schweizer Unternehmen arbeitete auf seinem diesjährigen MitarbeiterInnen-Tag an der konkreten Umsetzung Organisationaler Resilienz, und so stand ich für einen Workshop mit der Großgruppe auf der Bühne. 130 TeilnehmerInnen, neun Stunden intensiver Input und Austausch – für mehr Schwung und Resilienz im Unternehmen.

Resilienz für Einzelne, Team und Organisation

In dem einProf. Heller - Großgruppenworkshoptägigen Workshop wurden Strategien für Resilienz auf allen Ebenen – der/die Einzelne, das Team und die gesamte Organisation – entworfen und erste Schritte geplant. Dafür arbeiteten die MitarbeiterInnen teils alleine, teils in ihren angestammten Teams, aber auch in spontan gebildeten Gruppen zusammen. Für die Durchführung der Veranstaltung holte ich mir Unterstützung ins Boot: einerseits war Ingrid Preissegger von der Trigon Entwicklungsberatung dabei, die ebenfalls Expertin für organisationale Resilienz ist. Andererseits begleitete uns meine Mitarbeiterin Nina Gallenmüller als Frau für´s Organisatorische. So erlebten die TeilnehmerInnen Impulsvorträge zu individueller Resilienz und Teamresilienz, sammelten im Word-Café ihre „Erkenntnis-Perlen“ zu individueller Resilienz und entwickelten in Kleingruppen Schritte für mehr resilientes Verhalten am Arbeitsplatz.

Ziele des Großgruppen-Workshop waren:

  • jede/r TeilnehmerIn entwickelt für sich ein Verständnis für seine/ihre individuelle Resilienz
  • alle MitarbeiterInnen verstehen die Zusammenhänge organisationaler Resilienz
  • die Teams entwickeln Maßnahmen, um Resilienz zu stärken

Sich im Workshop zusammen stärken

Außerdem führten sie direkt vor Ort ein paar einfache und alltagstaugliche  Schnell-Übungen durch, wodurch man Resilienz Tag für Tag stärkt.  Jede und jeder der 130 Menschen im Saal nimmt eine Stellung ein, die für sie/ihn Kraft und Zuversicht ausdrückt. Und hält aus… und hält aus… und hält aus! So macht die Moderation eines Workshops in einer großen Gruppe Spaß. Denn nach einer Minute zeigt sich auf fast allen Gesichtern ein entspannter und gelöster Ausdruck. Und zudem stärkt die Superhelden-Haltung auch das Selbstbewusstsein: Was die TeilnehmerInnen des Workshops mit dieser Übung machen heißt „Power-Posing“.

Power Posing unterstützt die Emotionssteuerung und ist ein Konzept, das die Sozialpsychologin Amy Cuddy entwickelte und erforschte. In kurzer Zeit und mit wenig Aufwand kommen Menschen damit in einen viel besseren Zustand. Und in diesem Fall hat das gemeinsame „Posen“ auch noch den Effekt, aus einer Ansammlung von Menschen eine zusammengehörige Gruppe zu machen. Denn schließlich macht es viel Spaß, gemeinsam Ungewöhnliches zu tun.

Emotionssteuerung ist ein Mittel, mit dem die individuelle Resilienz gestärkt werden kann. Außerdem ging es dem Unternehmen aber auch um Resilienz im Team und der gesamten Organisation. Denn die MitarbeiterInnen  arbeiten in einer anspruchsvollen Branche. Sie unterstützen in vielfältigen unterschiedlichen Bereichen die gesellschaftliche Integration von Menschen mit psychischen und körperlichen Beeinträchtigungen.

Resiliente Kultur

ProfHeller_GrossgruppenmoderationEin Teilnehmer des Workshop-Tages formulierte am Anfang seine Erwartungen an den Tag: „Ich glaube, ich kann mit Belastungen schon ganz gut umgehen. Heute will ich checken, ob das Resilienz ist, was ich tue. Und wie ich es noch mehr tun kann“. Am Ende des Tages hatten alle MitarbeiterInnen nicht nur Tipps zu individuellem resilienten Verhalten erhalten. Darüber hinaus waren sich auch alle einig, dass Resilienz eine neue Unternehmenskultur ist. Dazu gehört zum Beispiel ein besonnener Umgang mit Fehlern, eine gute Feedbackkultur und ein achtsames Miteinander.

Wichtig war die Teilnahme und Mitarbeit der Geschäftsleitung am gesamten Tag, so dass konkrete Wünsche gehört werden konnten. Andererseits wurde so auch direkt geklärt, wer für was verantwortlich ist. Grundsätzlich gilt: Erstmal gilt es den eigenen Handlungsrahmen auszuschöpfen und im Team immer wieder zu prüfen, ob tatsächlich die „Glas-halb-voll-Perspektive“ genutzt wird. Und da ist meist noch etwas Luft nach oben… Am Ende des intensiven Tages legten die TeilnehmerInnen konkrete Schritte fest, wie jede und jeder zur Resilienzkultur im Unternehmen beitragen kann.

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