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Emotionen

Definition von Emotionen

Emotionen sind psychophysiologische Prozesse, die durch die Wahrnehmung von Situationen entstehen und Veränderungen auf Körper-, Gedanken-, Gefühls- und Verhaltensebene auslösen.

Basisemotionen

Von dem Psychologen Paul Ekman wurden sieben Basisemotionen empirisch nachgewiesen: Freude, Wut, Ekel, Furcht, Verachtung, Traurigkeit und Überraschung. Weitere zum Grundgefühl zugeordnete Emotionen sind Liebe, Hass und Vertrauen.

Mimik und Gestik bei Emotionen

Gefühlszustände lassen sich bei Menschen u.a. an der Mimik und der damit verbundenen Gesichtsmuskelaktivität erkennen. Vereinfacht dargestellt ziehen sich bei positiven Gefühlen die Muskeln nach oben, bei negativen nach unten. Auch in der Gestik, der Körperhaltung, machen sich Emotionen bemerkbar. Bei positiven Emotionen kommt es zu einer offenen Körperhaltung. Negative Emotionen sind hingegen mit einer geschlossenen oder angespannten Körperhaltung verbunden, so dass entweder eine sehr geringe oder eine sehr starke Anspannung vorhanden ist.

Die Funktionalität von Emotionen

Die Funktionalität von negativen Gefühlen liegt ursprünglich in der Sicherung des Überlebens. So garantiert die Ausschüttung von Stresshormonen bei Bedrohung entweder zu fliehen, zu kämpfen oder zu erstarren, d.h. sich tot zu stellen. Daueranspannung ist jedoch nicht funktional und kann u.a. zu Schmerzsymptomen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Schlafstörungen führen. Sich nicht von negativen Emotionen blockieren zu lassen ist Merkmal lösungsorientierten Verhaltens. Auch positive Emotionen können das Überleben in schwierigen Situationen sichern: Durch sie entstehen nicht nur Kraft und Optimismus, auch auf die Gesundheit und den beruflichen wie privaten Erfolg haben sie positive Auswirkungen. Nach der Broaden-and-Build-Theory der Psychologin Barbara Fredrickson bewirken positive Emotionen eine Erweiterung des Gedanken- und Handlungsspektrums, was wiederum zu Ausdauer, Flexibilität, Leistungsfähigkeit und Energie führt. Lesen Sie dazu mehr in ihrem Buch „Die Macht der guten Gefühle“. Zum Thema Emotionskontrolle können Sie hier weiter lesen.