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Optimismus

Optimismus (lat.: optimum, „das Beste“) ist neben Akzeptanz, Selbstwirksamkeit, Eigenverantwortung, Netzwerkorientierung, Lösungsorientierung und Zukunftsorientierung ein Schlüsselfaktor der Resilienz.

Optimismus als Grundhaltung

Mit Optimismus ist nicht gemeint, dass Sie mit einer rosaroten Brille durch’s Leben spazieren. Es geht eher um eine Grundhaltung, dass wir gerade in schwierigen Situationen darauf vertrauen, dass es wieder besser wird und dass es immer irgendetwas Positives gibt, worauf wir unsere Wahrnehmung richten können.

Definition

Unter Optimismus versteht man generell eine positive Lebenseinstellung bzw. -haltung, bei der Dinge und Situationen von ihren guten Seiten betrachtet werden und bei zukünftigen Situationen mit dem Besten gerechnet wird (positive Zukunftserwartung). Menschen richten ihren Fokus auf Dinge, die funktionieren und gut laufen. Daher gehen mit einer optimistischen Einstellung positive Emotionen und positive Zielformulierungen einher. Das Gegenteil von Optimismus ist Pessimismus. Der Sozialpsychologe Martin Seligman belegte in Studien, dass Optimisten eine bessere Gesundheit sowie eine höhere Lebenserwartung haben als Pessimisten. Zudem fand er heraus, dass im Gegensatz zu Pessimisten optimistische Menschen die Gründe für Erfolg und erfreuliche Ereignisse sich selbst zuschreiben (d.h. internal attribuieren) und für Misserfolge und unangenehme Situationen äußere Umstände verantwortlich machen (d.h. external attribuieren).

Haben Sie sich selbst schon einmal dabei ertappt, wie Sie in einer Misserfolgs-Situation automatisch internal attribuierten – das heißt, dass Sie automatische Gedanken hatten wie „War ja klar, dass mir das passieren musste“ oder „Ich habe einfach nie Glück“? Wenn Sie in einer solchen Situation darauf achten, DASS Sie solche Gedanken haben und welche Emotionen sie in Ihnen hervorrufen, haben Sie schon den ersten Schritt zur Regulation Ihrer Emotionen getan. Je besser Sie es schaffen, sich nicht in Ihren negativen Emotionen zu verstricken, desto mehr Handlungsmöglichkeiten eröffnen Sie sich auch in schwierigen Situationen.

Positive Emotionen

Die Psychologin Barbara Fredrickson erforscht schon lange positive Emotionen. Sie hat belegt, dass wir unser Handlungs- und Gedankenspektrum tatsächlich erweitern, wenn wir positive Emotionen empfinden und nennt ihre Theorie daher „Broaden-and-build-Theorie“. Bei Veränderungen, ungewohnten und neuen Situationen hilft Optimismus also, sich diesen zu stellen und gut mit ihnen zurechtzukommen. Im besten Fall entsteht durch eine optimistische Grundhaltung eine Aufwärtsspirale der Positivität: Das Erleben positiver Emotionen wirkt motivierend, so dass Sie mit einer besseren Haltung an neue Herausforderungen herangehen. Was hier wissenschaftlich nachgewiesen wird, weiß der Volksmund ja schon lange: „Lächle, und die Welt lächelt zurück.“

Eine typische Aussage für den Resilienzschlüssel Optimismus:

„Ich blicke mit Zuversicht in die Zukunft und gehe meistens vom Besten aus.“

In den Beiträgen zu Positiver Psychologie und Freude erfahren Sie, was genau eine optimistische Denkhaltung fördert und finden Übungen zur Förderung von Optimismus.