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Im Resilienztraining mit Prof. Heller lernen Sie, Belastungen zu balancieren © m-siegmund / fotolia

Resilienztraining

Ob im Privat- oder Berufsleben – immer wieder werden wir mit Herausforderungen und schwierigen Situationen konfrontiert. Um in solch unsicheren Zeiten dennoch stark und gesund zu bleiben und sich nach Krisen schnell wieder zu erholen, braucht es Resilienz.

Resilienztraining: Ressourcenaufbau und Belastungsabbau

In Studien innerhalb der Resilienzforschung wurde herausgefunden, dass unterschiedliche Faktoren zur Resilienzentwicklung beitragen. Viele davon sind Fähigkeiten, die gelernt werden können. Daher liegt der Fokus eines Resilienztrainings auf der Entwicklung und Stärkung dieser Faktoren, d.h. auf systematischem Ressourcenaufbau, und zudem auf Belastungsabbau.

Resilienztrainings werden seit einigen Jahren mehr und mehr für Führungskräfte und MitarbeiterInnen angeboten. Denn vor allem im beruflichen Kontext kann es durch Termindruck, Strategiewechsel oder unvorhergesehen Veränderungen zu Belastungserleben und Krisen kommen. Um für solche Situationen gezielt Burnout-Prävention zu betreiben, eignet sich ein Resilienztraining. Hier entwickeln die TeilnehmerInnen Handlungskompetenzen, um Belastungen abzubauen und Ressourcen aufzubauen. Sie werden sensibilisiert für mehr Selbst-Verantwortung, besser für sich selbst zu sorgen und Herausforderungen zielorientiert anzunehmen.

Methode und Dauer

In einem Resilienztraining können z.B. effektive Interventionen aus dem Resilienzkonzept, dem Konzept der Salutogenese (siehe hierzu Kohärenzgefühl) sowie Methoden und Übungen der Neurolinguistischen Psychologie genutzt werden. Es können Selbstreflexionen, erfahrungsorientierten Übungen, Gruppenarbeit und viele weitere Lernmethoden eingesetzt werden, um Resilienz zu entwickeln und zu stärken. Für eine nachhaltige Resilienzentwicklung sollte ein Resilienztraining in 2-3 Tagen mit anschließender Transferbegleitung durchgeführt werden. Diese Resilienztrainings für Führungskräfte, MitarbeiterInnen und Teams werden von Prof. Dr. Jutta Heller angeboten. Erfahren Sie hier mehr…

Unterschiedliche Resilienztrainings

Für die intensive Resilienz-Arbeit mit Kindern nach dem Hurricane Katrina in New Orleans ist der Psychologe und Musiker Dr. Klaus Lumma bekannt. Seine Resilienztrainings und -coachings bestehen vor allem aus kunst-, musik- und gestaltungstherapeutischen Interventionen mit Fokus auf die eigenen inneren Kräfte, um mit traumatisch Erlebtem umzugehen. So erhielten die Kinder v.a. Unterstützung durch eine Kunsttherapie mit Live-Musikbegleitung und es entstanden wunderschöne, kraftvolle Bilder. Aus dieser Arbeit formierte sich das Musikprojekt „3 FOUR 1“ und die Jazz-CD „Resilience – Music for art therapy and relaxation“ wurde aufgenommen. In diesem Fachbeitrag von Dr. Klaus Lumma erfahren Sie mehr und können die Werke der Kinder bestaunen. Empfehlenswert ist sein Buch mit zahlreichen Interventionen zur Entwicklung von Widerstandskraft für Führungskräfte und Berater von Führungskräften.

Mit dem Zentrum für Kinder- und Jugendforschung forscht der Entwicklungspsychologe Prof. Dr. Klaus Fröhlich-Gildhoff über die Entwicklung von Resilienz in Kindertagesstätten, -einrichtungen und Grundschulen und bietet Präventionsprogramme für Jugendliche sowie Unterstützungsprogramme für Bezugspersonen an. Zentrales Element ist die Stärkung der Resilienzfaktoren Selbst- und Fremdwahrnehmung, Selbststeuerung, Selbstwirksamkeit, soziale Kompetenzen, Umgang mit Stress und Problemlösen.

Das von Martin Seligman – Begründer der Positiven Psychologie – entwickelte Resilienztraining wird u.a. in der U.S. Army eingesetzt, um posttraumatische Belastungsstörungen nach Kriegseinsätzen zu minimieren. Das „Master Resilience Training” ist ein Programm, das aus 3 Teilen besteht: Aufbau von mentaler Widerstandsfähigkeit, Aufbau von Stärken und Aufbau von starken Beziehungen. Das Trainingsprogramm wird zusätzlich durch selbstgesteuertem Lernen unterstützt. Der Fokus liegt auf der Veränderung der Denkart in Richtung einer optimistischen und positiven Haltung bei Problemen, so dass die Soldaten nach Belastungen zielgerichtet ihre Mission fortsetzen können. Zu Martin Seligmans Resilienztraining – dem Begründer der Positiven Psychologie – finden Sie weitere Infos in meinem Blogbeitrag. Lassen Sie sich von der Positiven Psychologie inspirieren!