Modul 4 Resilienzausbildung ©Jutta Heller

Resilienzberatung Modul IV – Resilienzentwicklung und Führung

Resilienzentwicklung – ein fortdauernder Prozess

Mehr als die Hälfte der Ausbildung zum/zur ResilienzberaterIn liegt schon hinter unserem Ausbildungsjahrgang 2016/2017. Im März fand bereits das vierte der sechs Module statt. Jutta Heller und die Gastreferentin Daniela Blickhan beleuchteten die Aspekte „Resilienzentwicklung und Führung“.

„entweder-oder“ versus „sowohl-als-auch“

Ein zentrales Thema während der drei Tage war das „Sowohl als auch Denken“. Bei dem traditionellen Verständnis von Führung stand eher ein selektives Denken im Vordergrund, aber in unserer heutigen VUCA Welt steht ein Paradigmenwechsel in der Führung an. Er führt weg vom Schwarz-Weiß-Denken und der Fokussierung auf Schwächen, eher hin zu einem Multi-Perspektivischen Führen und einer Fokussierung auf Stärken und deren Weiterentwicklung. Das Wahrnehmen und das emotionale Aushalten von Widersprüchen erfordert ein „Sowohl als auch Denken“. Gleichzeitig braucht es Freude am Experimentieren, um schließlich gangbare Lösungen zu finden. Spannend war, sich dieses Denken in der Gruppe selbst zu erarbeiten und zu erleben.

Führung bedeutet in diesem Zusammenhang, Entscheidungen unter schwierigen Bedingungen  zu fällen. Gleichzeitig  besteht jetzt der zusätzliche Anspruch, Anderen Halt zu geben, ohne sicher zu sein, die jeweiligen Situationen tatsächlich im Griff zu haben.

Positive Psychologie für Resilienz & Führung

Daniela Blickhan war am 2. Tag des Präsenzmoduls Gastreferentin für die Themen Positive Psychologie und Stärken.  In dem Spannungsfeld des „wollen und können“ einerseits und des „dürfen und müssen“ andererseits, ist es wichtig, das eigene Rollenverständnis zu klären. Führungskräfte haben in Organisationen hier eine hohe komplementäre Verantwortung. Sie können nämlich in der Entwicklung einer resilienten Unternehmenskultur entscheidende Impulse setzen. Um diese Aufgaben zu stemmen ist es hilfreich, nicht nur die eigenen Kernkompetenzen zu kennen, sondern sich auch die eigenen Charakterstärken bewusst zu machen.

Values in Action

Mit dem VIA-Test (Values in action) ermittelten wir die individuellen Häufigkeiten und die Rangreihung unserer eigenen Charakterstärken. Diese ist interessant, weil die ersten 5 Top-Stärken unseren Charakter prägen. Wir bedienen uns dieser Stärken mit Leichtigkeit und einem gesunden Selbstverständnis. Die Charakterstärken auf den hinteren Plätzen schlummern eher vor sich hin. Spannend wurde es, als wir diese „schlafenden Stärken“ weckten, um sie in unseren Ressourcen-Kanon zu integrieren. Dadurch steigt der Glaube an die eigene Kraft, Scheitererfahrungen werden eher als Chancen gesehen und die Resilienz wächst. Stärkenorientierung ist aber nicht nur für individuelle Resilienz wichtig, sondern stärkenorientierte Führung steigert zudem die Resilienz der Mitarbeiter, erhöht die Mitarbeiterzufriedenheit und stärkt die Mitarbeiterbindung.

Alle Informationen zur Ausbildung Resilienzberatung und zum nächsten Ausbildungsstart: http://juttaheller.de/akademie/resilienzberatung/

Text Kerstin Eicker

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