Üben, Reflektieren, Auszeiten gönnen
Wenn Sie zur Einsicht gelangen, dass mehr Achtsamkeit Ihnen und Ihrem Umgang mit herausfordernden Situationen gut täte, dann wäre es hilfreich, diese Art der nicht-wertenden Wahrnehmung ganz einfach regelmäßig zu üben. Suchen Sie sich Zeitfenster für einen Bodyscan oder für eine Atemübung, starten Sie mit einer oder fünf Minuten. So bringen Sie einen Unterschied in den hektischen Alltag, und können in der Flut von E-Mails und Meetings leichter den Kopf oben halten.
Noch besser, um achtsame Praktiken im Alltagsleben zu verankern, sind kleine oder größere Auszeiten, in denen sich neue Wahrnehmungsroutinen setzen können – denn nur allzu oft gelingt es im hektischen Alltag nicht, wichtige Achtsamkeitsroutinen dauerhaft zu verankern, weil immer „etwas anderes wichtiger ist“. Nicolas Brackmann, Director Group Sales & Key Account Management der Randstad Gruppe Deutschland, hob kürzlich in einem lesenswerten Interview die Wichtigkeit solcher Auszeiten hervor. Er betont, wie wichtig es ist, nicht nur lange Urlaube zu planen, sondern auch im Alltag „kleine Inseln“ der Erholung zu schaffen. Diese dienen nicht nur der Erholung, sondern auch als Gelegenheiten, um Energie zu sammeln und die Perspektive zu wechseln.
Einwöchige Coaching-Auszeiten bieten einen idealen Rahmen, um zu lernen, wie Sie bewusster wahrnehmen, um ihre eigene Führungsrolle umfassend zu betrachten und um Stressbewältigungsstrategien zu entwickeln, mit denen Sie für sich sorgen können. Denn Selbstfürsorge ist kein Luxus, sondern eine notwendige Investition in Ihre Führungsqualität und persönliche Widerstandsfähigkeit. Indem Sie sich den Raum und die Zeit geben, um Ihre persönlichen Stressoren zu analysieren, Umgangsstrategien damit zu entwickeln, den Blick wieder auf das Wesentliche zu richten und sich auf Ihre Ziele auszurichten, sammeln Sie Ihre Energien und können sich wieder klarer auf das Hier und Jetzt konzentrieren.
Die Integration von Achtsamkeit und bewusster Wahrnehmung in das tägliche Leben einer Führungskraft spielt eine wesentliche Rolle, um auf lange Sicht sowohl ihre eigene Resilienz als auch die ihrer Teams zu stärken. Durch gezielte Auszeiten, idealerweise mit Unterstützung durch eine/n Coach, können Führungskräfte lernen, ihre eigenen Wahrnehmungen zu hinterfragen und ihre Reaktionen auf Stressoren langfristig zielorientierter zu gestalten.