Eigenverantwortung – innere Resilienz und aktive Lebensgestaltung
Eigenverantwortung bezeichnet die bewusste Übernahme und Gestaltung eigener Entscheidungen, Handlungen und ihrer Konsequenzen – statt Verantwortlichkeit an äußere Umstände oder andere Personen zu delegieren. In der Resilienzforschung wird Eigenverantwortung als ein zentraler innerer Resilienzfaktor gesehen: Sie befähigt Individuen, Herausforderungen aktiv anzugehen, innere Ressourcen zu mobilisieren und Handlungsspielräume bewusst zu nutzen. Resilienz entsteht dabei nicht durch rein äußere Einflüsse, sondern durch die aktive Selbst- und Kontextbeobachtung, Entscheidung und Umsetzung eigener Handlungen.
Eigenverantwortung ist einer der 7 Resilienzschlüssel für individuelle Resilienz. Unter Eigenverantwortung versteht man, für eigene Handlungen und Entscheidungen Verantwortung zu übernehmen und die Konsequenzen zu tragen anstatt einen Schuldigen zu suchen. Das betrifft auch die Verantwortung für das eigene Wohlergehen: Wer eigen-verantwortlich handelt, der sorgt für sich selbst.
Was bedeutet Eigenverantwortung? – Definition und innere Prozesse
Eigenverantwortliches Handeln umfasst drei zentrale innere Prozesse:
Selbst- und Situationswahrnehmung: Bewusstheit über eigene Gefühle, Bedürfnisse und Handlungsoptionen.
Bewertung und Entscheidung: Reflektierte Auswahl von Handlungen basierend auf eigenen Zielen, Werten und verfügbaren Ressourcen.
Umsetzung und Ergebnisverantwortung: Akzeptanz der Konsequenzen, Lernprozesse und Anpassung bei Bedarf.
Diese Prozesse fördern nicht nur ein kohärenteres Verständnis der eigenen Lebensgestaltung, sondern stärken zugleich die emotionale Selbstregulation und die Fähigkeit, Stressoren konstruktiv zu begegnen.







