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Mehrere Jugendliche sitzen auf einer Bank

Netzwerkorientierung – zentrale soziale Ressource für Resilienz

Netzwerkorientierung beschreibt die Fähigkeit, soziale Beziehungen aktiv zu nutzen, zu gestalten und in schwierigen Lebensphasen als Ressource einzubeziehen. Sie ist ein entscheidender psychologischer und sozialer Faktor für Resilienz: Soziale Unterstützung kann Stress abpuffern, die emotionale Stabilität fördern und die Fähigkeit zur gesundheits- und lebensförderlichen Bewältigung stärken. In umfangreichen Längsschnittstudien zeigt sich, dass enge Beziehungen nicht nur das subjektive Wohlbefinden, sondern auch die körperliche Gesundheit und Lebenserwartung positiv beeinflussen.

Der Resilienzschlüssel Netzwerkorientierung ist einer der 7 Resilienzschlüssel für individuelle Resilienz. Gute soziale Beziehungen sind für Menschen lebenswichtig und stellen eine der wertvollsten Ressourcen für innere Widerstandskraft dar.

Was bedeutet Netzwerkorientierung? – Psychologische Grundlagen

Netzwerkorientierung umfasst:

  • Bewusstheit über soziale Ressourcen: Erkenntnis, welche Personen und Beziehungssysteme bei Belastungen unterstützen können.

  • Qualität der Beziehungen: Tiefe, Vertrauen, Verlässlichkeit und empathische Kommunikation.

  • Proaktive Kontaktpflege: Regelmäßige Pflege und Aufbau unterstützender Beziehungen.

Diese Prozesse wirken auf Wahrnehmung, Emotionsregulation und Handlungsspielräume: Sie strukturieren soziale Informationen, reduzieren Isolation und ermöglichen Handlungsspielräume in Belastungskontexten.