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Was ist Team-Resilienz?

In der arbeits- und organisationspsychologischen Forschung wird Team-Resilienz als die kollektive Fähigkeit eines Teams verstanden, mit Belastungen, Störungen oder unerwarteten Ereignissen so umzugehen, dass die Funktions- und Leistungsfähigkeit des Teams erhalten bleibt oder sich nach einer Beeinträchtigung wieder stabilisiert bzw. verbessert.

Team-Resilienz ist dabei kein statisches Persönlichkeitsmerkmal eines Teams, sondern ein dynamisches Zusammenspiel aus gemeinsamen Ressourcen, Interaktionen und Anpassungsprozessen, die sich über die Zeit entwickeln.

Resiliente Teams arbeiten auch in kritischen Situationen erfolgreich zusammen und bewältigen Krisensituationen gemeinsam. Sie definieren sich durch ihre gut funktionierenden interaktionalen Prozesse, durch die Art der Teamführung und durch die persönlichen Ressourcen jedes/jeder Einzelnen.

Entscheidend für die Team-Resilienz sind gegenseitiger Respekt und Empathie sowie ein Fokus auf gemeinsame positive Emotionen, bei gleichzeitigem bewusstem Umgang auch mit negativen Emotionen. Fehler und Scheitern sind in einem resilienten Team ansprechbar und werden zur Weiterentwicklung genutzt. Auf die zunehmende Komplexität der Umwelt reagieren Systeme aus solchen gut funktionierenden Teams effizienter und flexibler als hierarchisch strukturierte Systeme.