Erdmännchen als Spezialisten für schwierige Zeiten

“Das Erdmännchen-Prinzip. Aus Krisen als Gewinner hervorgehen.” Ein Buch von Kotter, J. & Rathgeber, H. (2017), Droemer Verlag.

Lange Zeit hatte der Erdmännchen-Clan beste Lebensbedingungen in seiner angestammten Heimat. Doch plötzlich bedroht eine schwere Dürre seine Existenz und durch Geierangriffe entsteht Chaos im Managementsystem des Clans. Die Suche nach Schuldigen, immer mehr Besprechungen, die Einrichtung einer Task Force, Diskussion über Kennzahlen und immer mehr Kontrollen wurden als Reaktion auf das Problem genutzt… Kommt Ihnen das bekannt vor?

In der Fabel gelingt es den Erdmännchen um Nadia und Ayo in dieser Krisensituation schließlich, die Funktionen von Management und Führung zu verbinden. Sie sind innovativ, zugleich aber auch verlässlich und effizient. Sie sind motiviert, handeln schnell – und ergreifen ihre Chance. Durch die Unterstützung des Clan-Chefs, der bei den neuen Projekten immer wieder auftaucht und die Aktiven mit Lächeln und Schulterklopfen ermutigt, bekommen die neuen Projekte schnell Akzeptanz und führen auch in der Arbeitsweise zu Veränderungen…

Die Erdmännchen-Fabel regt an zum Nachdenken

– über nötige Anpassungen an eine sich verändernde Umwelt
– über die Herausforderungen des eigenen Wachstums und den Schwierigkeiten, die durch Größe entstehen
– über Teamwork zwischen verschiedenen Abteilungen
– über Schaffung eines Umfelds der Offenheit gegenüber neuen und innovativen Ideen
– über die Bereitschaft zum kontinuierlichen Lernen innerhalb einer Organisation
– über den Umgang mit Widrigkeiten
– über das Erlernen von Führungsstärke
– über den Unterschied zwischen Führung und Management (Vgl. Kotter/Rathgeber 2017, S. 138)

Das Buch endet mit einem Kapitel zu Führung und Management. Nach der Überzeugung der Autoren unterscheiden sich Führung und Management sehr, was Funktionen, Methoden und Handeln angeht. Es gehe jedoch um ein „Sowohl-als auch“, um Planung / Kontrolle mit Freiheit innerhalb einer Netzwerk-Struktur zu verbinden. Erforderlich sei dafür eine klare Vision, die den Menschen hilft, innovativ zu sein, Hindernisse aus dem Weg zu räumen, Frustrationen abzubauen und die möglichst schnell in die Zukunft führt.

Mit einem einfachen Diagramm charakterisieren Kotter und Rathgeber bestehende Organisationen. Die beiden Autoren sind überzeugt, dass Unternehmen aktuell und zukünftig insbesondere dann erfolgreich sind, wenn sie dem rechten oberen Quadranten angehören.

Quelle: Kotter/Rathgeber 2017, S. 145

Die Erdmännchen-Fabel hat durchaus einen seriösen Hintergrund. Kotter hatte in seinem Fachbuch „Accelerate. Strategische Herausforderungen schnell, agil und kreativ begegnen“ (2017, Vahlen) die Ideen einer dualen Organisationsform entwickelt. Die Sicherheit und Effizienz etablierter Organisationsstrukturen sollen mit der Agilität und Schnelligkeit von Netzwerkstrukturen zusammengeführt werden, damit Unternehmen langfristig wettbewerbsfähig und profitabel bleiben.

Risiken erkennen, flexibel anpassen, überleben und gedeihen – das sind auch zentrale Ziele für Organisationale Resilienz. Mit neun Stellschlüsseln können positive Entwicklungen angekurbelt werden…

Viel Vergnügen beim Lesen des „Erdmännchen-Prinzips“! Und wenn Sie dann Fragen zur Entwicklung von mehr Organisationaler Resilienz haben, fragen Sie einfach bei uns!

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