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Resilienzberatung Modul V – Gesundheitsmanagement und organisationale Resilienz

Die Anforderungen an MitarbeiterInnen und Organisationen werden immer komplexer, der Arbeitsumfang wächst, Termin- und Leistungsdruck ebenso. Als Konsequenz der zunehmenden Stressspirale geraten viele Mitarbeiter geradewegs in den Burnout. Jede fünfte Krankschreibung erfolgt aufgrund psychosozialer Erkrankungen und die daraus resultierenden Fehlzeiten stellen einen ernstzunehmenden betrieblichen Kostenfaktor dar. Das betriebliche Gesundheitsmanagement befasst sich schon lange mit diesen Entwicklungen. Neu ist der Fokus auf Resilienz.

Die Resilienz der MitarbeiterInnen zu stärken und aus dieser Stärke heraus die organisationale Resilienz  unter anderem auch „von innen“ heraus wachsen und erstarken zu lassen, waren die Themen dieses fünften Ausbildungsblockes.

Live aus der Praxis – Gesundheitsmanagement

Der Gastreferent Willy Graßl ist Leiter des betrieblichen Gesundheitsmanagements am Flughafen München. Er berichtete uns anhand vieler Beispiele, wie er das betriebliche Gesundheitsmanagement für die ca. 9000 Beschäftigten des Flughafens umfassend weiterentwickelt hat. Für ihn ist die Resilienz “der fehlende Baustein im BGM“.

Vorraussetzung für die Installation resilienzfördernder Maßnahmen für Organisationen ist jedoch immer der Gestaltungswille der Führungsebene. Speziell Führungskräfte sollten sich also ihrer Vorbildrolle und ihrer inneren Haltung sehr bewusst sein.

Graßl machte ebenso klar, dass gerade bei Change Prozessen die Organisationsentwicklung immer partizipativ verlaufen sollte. Es gilt nämlich, Betroffene zu Beteiligten zu machen.

Passend dazu konnten wir einen Blick auf die neue DIN ISO 22316 werfen, die Richtlinien zur Entwicklung einer  resilienten Organisation gibt. Neun Elemente sind dort aufgeführt, die einen koordinierten Ansatz ergeben um in Unternehmen systematisch mehr Resilienz aufzubauen.

Circle Work – „Put the fish on the dish“

Myriam Mathys (im Bild) von der Beratergruppe „Leading with Life“ stellte uns schließlich verschiedene Moderationsmethoden vor um größere Gruppen von MitarbeiterInnen miteinander zu einem gemeinsamen Thema sinnvoll ins Gespräch zu bringen.

So bildeten wir Thinking Pairs, drehten Redeobjektrunden, lernten die Zukunftskonferenz und das World Café kennen und mündeten schließlich in dem Thinking Circle. Hier übten wir generatives Zuhören, denn gerade für Teams in Organisationen ist es immens wichtig gut und vor allem gemeinsam zu denken und die kollektive Intelligenz zur Wirkung zu bringen.

Gerade wenn eine tragfähige Resilienzkultur  in Organisationen entwickelt und umgesetzt werden soll, müssen die MitarbeiterInnen der verschiedenen Verantwortungsebenen bewusst in diesen Entwicklungsprozess miteinbezogen werden.

Individuum, Team, Organisation

Resilienz-Coaching stärkt individuelle Resilienz. Teamentwicklung mit Fokus auf Resilienz unterstützt die Teams in einem Unternehmen, um besser und leichter zusammen zu arbeiten. Führung ist eine zentrale Komponente bei der Schaffung resilienter Strukturen in einer Organisation. Eine Organisation kann nicht durch eine Methode allein resilient gemacht werden – das koordinierte Zusammenspiel vieler Komponenten macht den Unterschied.

 

Alle Informationen zur Ausbildung Resilienzberatung und zum nächsten Ausbildungsstart: https://juttaheller.de/akademie/resilienzberatung/

Text Kerstin Eicker

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