Herausforderungen angehen © cirquedesprit / fotolia

Herausforderungen angehen

Letzten Herbst sagten 5 von 15: „Wir wollen kündigen.“ Aber… der Preis war für alle verdammt hoch, so dass sie sich auf eine Moderation und Mediation einließen. – Kennen Sie ähnliche Situationen, wo Sie quasi auf einer Schwelle sitzen, nichts geht voran, so dass Sie am liebsten weglaufen wollen?

Heraus-Forderungen angehen: Prüfen Sie doch mal für sich wortwörtlich…

Aus was genau wollen Sie heraus?

  • In was wollen Sie hinein?
  • Was fordern Sie dabei von anderen?
  • Was fordern andere von Ihnen?
  • Was empfinden Sie sogar als Zumutung?
  • Was konkret fordert oder belastet Sie?
  • Welche Voraussetzungen brauchen Sie, um etwas anzugehen?

Herausforderungen sind meistens kräftezehrend, da wir in unserem Hirn sämtliche Optionen hin und her durchdenken, vielleicht auch immer wieder Klärungen mit den Kollegen probieren. Da jeder jedoch auf seiner Position sitzt, entstehen oft nur weitere Verhärtungen. Hilfreich ist aufgrund meiner Erfahrung immer ein professionelles Gespräch zur Selbstklärung, um das eigene Gedankenkreiseln zu beenden. Wenn die Themen auf dem Tisch liegen (z.B. mit Moderationskarten), fällt es den meisten Menschen deutlich leichter, ihre Perspektiven und Grenzen zu klären. In einem weiteren Schritt kann durch einen neutralen Dritten der Austausch zwischen den Parteien strukturiert vorangebracht werden.

Hilfreich ist auch eine Prüfung der Kohärenz mit den 3 Kriterien:

  • Ist diese Herausforderung für Sie verstehbar? Betrachten Sie das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven.
  • Wie ist die Herausforderung für Sie handhabbar? Denken Sie an Ihre Zeit, Ihre Energie, Ihr Umfeld, Ihre Ressourcen.
  • Inwiefern ist diese Herausforderung für Sie sinnhaft? Prüfen Sie kurz-, mittel- und langfristige Auswirkungen.

Für alle 3 Fragen brauchen Sie schlüssige Antworten, um eine Entscheidung treffen zu können, so dass Sie Ihre Herausforderungen tatsächlich angehen wollen und können.

In meinem konkreten Fall hat zum 31.3.2014 dann glücklicherweise keiner die offizielle Kündigung unterschrieben, da wir gemeinsam in Einzelgesprächen und in Workshops viele Fragen und damit auch die Perspektiven klären konnten. Der Prozess ist jedoch nicht abgeschlossen, aber alle Beteiligten sind redlich bemüht ihre Commitments einzuhalten und den eingeschlagenen Weg konstruktiv anzugehen.

Wenn Sie auch solche Themen „plagen“, sprechen Sie mich einfach an. Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall Mut und Durchhaltevermögen, damit Sie Ihren Weg wählen und gehen können.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.