Management von Ungewissheit © Jutta Heller

Management von Ungewissheit mit Resilienz

Die Sonne strahlt, bestes Wetter und trotzdem scheinen nur die dunklen, bedrohlichen Wolken am Horizont relevant für das eigene Leben zu sein…

Stellen Sie sich vor: Ihr Unternehmen mit rund 200 Mitarbeiter/-innen soll aufgekauft werden. Das andere Unternehmen hat über 1000 Mitarbeiter/-innen. Aktuell laufen dazu geheime Verhandlungen. Und natürlich reden Sie mit Kollegen/-innen über die Situation und da keiner Genaues weiß, malt jeder sich in seiner Fantasie diese ungewisse Zukunft aus. Diese Fantasien mit „was wäre wenn…“ machen Angst, drücken auf die Stimmung, lähmen.

Keine angenehme Vorstellung, jedoch können Sie mit den Strategien der Resilienz so für sich sorgen, dass Sie denk- und handlungsfähig bleiben.

  1. Resilienz-Schlüssel „Akzeptanz„: Fangen Sie an zu akzeptieren, dass es Veränderungen geben wird.
  2. Resilienz-Schlüssel „Optimismus„: Sicherlich wird es auch Chancen für Ihre Entwicklung geben.
  3. Resilienz-Schlüssel: „Selbstwirksamkeit„: Glauben Sie an sich, dass Sie Ihren Weg finden werden.

Eine erste Orientierung bietet der Spruch „love it, change it or leave it“. Die Situation verlassen, sich einen anderen Job suchen, das nutzen in der Regel einige Top-Kräfte. Für die Mehrheit der Mitarbeiter/-innen bleibt jedoch nur die Wahl zwischen „love it or change it“. Was heißt das? Mit „love it“ fangen Sie an zu akzeptieren, dass die Zukunft ungewiss ist anstatt damit zu hadern. Sie entscheiden sich, möglichst das Beste aus der Situation zu machen anstatt wie das Kaninchen völlig erstarrt auf die Schlange zu schauen. Mit „change it“ fokussieren Sie sich auf eine Veränderung Ihrer Innenwelt, so dass Sie Ihre Angst reduzieren und zunehmend wieder Freude empfinden können. Wie geht das genau? Wählen Sie die für Sie passenden Ideen aus!

  • Die eigenen Gedanken aufschreiben.
  • Das Worst Case Szenario ganz konkret aussprechen (Kündigung, Job an anderem Standort, kein Job mehr etc.) und die jeweilige Situation zu Ende denken.
  • Eigene Stärken bewusst machen, Blick auf Chancen lenken.
  • Statt Fokus auf die Ungewissheit sich mehr auf das Hier und Jetzt konzentrieren, die täglichen kleinen Freuden genießen, um sich zu stärken.
  • Mit Freunden oder auch einem Coach reden.
  • Als Führungskraft die eigenen Gefühle und Ängste zeigen, aber auch als „role model“ Vorbild für die Handhabung der Situation sein.
  • Sich Zeit geben, um sich gedanklich auf die Zukunft einzustellen, um die Veränderung zu akzeptieren.
  • Aushalten, dass die eigenen Gefühle zwischen dem Plus- und Minus-Pol hin und her schwanken. Das ist normal.
  • Wissen sammeln, aber keine Fantasien.
  • Konkret nachfragen bei Führungskräften, Personalleitung.
  • Als Führungskraft gezielt nachfragen „welche Ängste…“ und Wahrnehmung des Mitarbeiters auf seine Stärken und Chancen lenken. Vorsicht: keine falsche Hoffnung geben.
  • Sich mit anderen positiv gestimmten Kollegen/-innen zusammen tun und die Bedenkenträger meiden.
  • Liste schreiben, was kontrollierbar im eigenen Aufgabenbereich ist.
  • Eigenes Netzwerk aktivieren (Jobempfehlungen innerhalb und außerhalb des Konzerns).
  • Sich für das zukünftige Integrationsteam zur Umsetzung der Fusion empfehlen.
  • Sich bewusst entscheiden, das eigene Leben jetzt zu leben – unbeeinflusst von dem anstehenden Ereignis.
  • Ausblenden, verdrängen – das funktioniert nicht. Besser ist ein Annehmen, um dann die eigene Energie zum eigenen Vorteil einzusetzen.
    Nutzen Sie kleine Schritte, um aktiv zu werden.
  • Gönnen Sie sich als Einzelner und als Team Unterstützung, damit Sie Ihre Veränderungs-Erfahrungen der Vergangenheit aufarbeiten und um sich für die Gegenwart und Zukunft gut ausrichten zu können.

Management von Ungewissheit – das ist eine zentrale Stärke zur eigenen Zukunftssicherung. Mit Resilienz werden Sie einen Schritt weiter kommen.

Haben Sie nützliche Tipps gefunden? Weitere Beiträge zu Resilienz finden Sie auch unter den Schlagworten Akzeptanz, Optimismus, Selbstwirksamkeit.

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