Netzwerkorientierung ist ein wichtiger Schlüssel zu Resilienz © Thaut Images / fotolia

Netzwerk-Orientierung – Schlüssel der Resilienz

Gute soziale Kontakte sind für uns lebenswichtig.

Beim Begriff Netzwerk werden vielleicht viele Menschen erst mal an das weltweite Netz (Internet) denken, über das inzwischen Verbindungen, in früher nicht vorstellbaren Dimensionen, möglich sind. Hier sind vor allem Ihr soziales Netzwerk gemeint, da diese für Ihre innere Stärke wichtig sind – in der Familie, unter Freunden und am Arbeitsplatz, in Berufsorganisationen, bei Freizeitaktivitätentäten und in Vereinen. Auch Ihr Unterstützungssystem ist wichtig, das aus Ihrem Hausarzt und entsprechenden Fachärzten, dem Therapeuten, Masseur oder Fitnesstrainer bis hin zum Friseur und der Kosmetikerin bestehen kann.

Ein wichtiger Aspekt für gute Beziehungen ist das Prinzip der Reziprozität. Die bekannten Sprüche „Gibst Du mir, geb ich Dir“ oder „kleine Geschenke erhalten die Freundschaft“ sind Beispiele für dieses Prinzip. Wenn wir etwas für einen anderen getan haben, erwarten wir in der Regel einen Ausgleich. Die Balance muss stimmen, denn sonst fühlen wir uns schnell ausgenützt.

Die wenigsten Menschen sind geborene Netzwerker. Als eher zurückhaltender Typ brauchen Sie sich nicht plötzlich in einen perfekten Netzwerker zu verwandeln. Doch Sie stärken Ihre Resilienz ernorm, wenn Sie flexibler in Ihren Denkmustern und damit auch im Handeln werden. Prüfen Sie einfach mal, ob Sie insgeheim diese Kommentare drauf haben:

  • Ich schaffe grundsätzlich alles alleine.
  • Wenn ich mir helfen lasse, mache ich mich abhängig.
  • Hilfe brauchen nur schwache Menschen.
  • Ich will niemanden mit meinen Problemen belasten.

Ich bin überzeugt: Jeder darf sich Unterstützung holen und darf andere um Hilfe bitten. Bauen Sie Ihr Netzwerk gezielt aus. Prüfen Sie, wen Sie gerne dabei hätten. Sprechen Sie die Person an, verabreden Sie sich. Gehen Sie in Vorleistung. Suchen Sie sich Mentoren, die Ihnen wohlgesonnen sind. Bitte seien Sie gleichzeitig mutig, indem Sie Kritiker, Miesmacher, Nörgler aus Ihrem Netzwerk „rauswerfen“. Reduzieren Sie diese Kontakte, hören Sie nicht länger anderen beim Jammern zu. Das tut Ihrer Seele nicht gut.

Und Anleihen können Sie mental immer machen, um sich innerlich zu stärken, indem Sie sich Ihre persönlichen Helden als Ratgeber nehmen. Was würden Ihnen wohl Pipi Langstrumpf, Winnetou oder Kolumbus für Ihre Herausforderungen raten?

Vertiefen können Sie dieses Thema mit dem Buch „Resilienz: 7 Schlüssel für mehr innere Stärke“.

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