Was ist Akzeptanz?
Akzeptanz bezeichnet die bewusste Annahme vergangener und aktueller Erfahrungen sowie unveränderlicher Umstände, ohne innere Abwehrmechanismen oder unproduktive Widerstände zu aktivieren. Sie ist ein resilienzrelevanter Prozess, der Stressreaktionen reguliert und langfristig adaptive Handlungsfähigkeit unterstützt.
Akzeptanz ist ein zentraler innerer Prozess der individuellen Resilienz. Sie beschreibt die Fähigkeit, Realität so anzuerkennen, wie sie ist – insbesondere dort, wo Situationen, Rahmenbedingungen oder Ereignisse nicht oder nur begrenzt veränderbar sind. Psychologisch betrachtet reduziert Akzeptanz den inneren Widerstand gegen Belastungen und schafft die Voraussetzung für adaptive Emotionsregulation. Damit bildet sie eine wichtige Grundlage für handlungsfähiges und gesundheitsförderliches Verhalten.
Der Resilienzschlüssel Akzeptanz ist einer der 7 Resilienzschlüssel für individuelle Resilienz. Akzeptanz bedeutet, geschehene Dinge sowie Unveränderbares und Unvermeidbares anzunehmen.
Dies kann dann gelingen, wenn Erfahrungen, Entscheidungen und Handlungen aus der Vergangenheit als wichtige und hilfreiche Elemente für die eigene Persönlichkeitsentwicklung und -reifung anerkannt werden. Wenn wir Vergangenes und Unveränderbares akzeptieren können, ist das Leben im Fluss – wir fühlen uns im Einklang mit den Dingen. Was Akzeptanz nie ist: den Kopf in den Sand stecken und resignieren. Die Kunst liegt darin zu erkennen, wann, wie und wie lange es Sinn macht, sich gegen den Strom zu stellen. Akzeptanz unterstützt uns dabei, auf der Grundlage dessen, was ist, proaktiv die uns wichtigen Dinge anzugehen.
In Modellen individueller Resilienz wie denen von Jutta Heller und anderen Beschreibungen zählt Akzeptanz zu den zentralen Ressourcen, da sie die Fähigkeit zur Emotionsregulation und zur adaptiven Verhaltenssteuerung fördert.
In Resilienz-Coaching und -Training wird Akzeptanz als Trainingsprozess vermittelt: Klient:innen lernen, unveränderbare Aspekte systematisch zu identifizieren, emotionale Reaktionen bewusst zu beobachten und sie gezielt zu regulieren – etwa über kognitive Neubewertung, Achtsamkeitsübungen oder reflektierende Selbstfragen.







