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Zwei Hände, die sich halten

Verarbeitung kritischer Situationen

Die Verarbeitung kritischer Situationen ist einer der vier Schlüssel für Team-Resilienz. Team-Resilienz ist im Vergleich zur individuellen Resilienz noch wenig erforscht. Eine bloße Aggregation individueller Resilienz-Effekte wird der Komplexität des kollektiven Phänomens „Team-Resilienz“ jedoch sicherlich nicht gerecht, soviel weiß die Forschung bereits jetzt. Die Resilienz jedes einzelnen Teammitglieds ist wichtig und wünschenswert, darüber hinaus sind aber in Teams zwischenmenschliche Prozesse von wesentlicher Bedeutung für die Entwicklung und Aufrechterhaltung von Resilienz. Dazu gehört auch die Verarbeitung kritischer Situationen.

Kritische Situationen betreffen im Arbeitskontext selten nur Einzelne. Unerwartete Ereignisse, Krisen, Fehler oder belastende Erfahrungen wirken sich auf Teams, Zusammenarbeit und Arbeitsfähigkeit aus.

Resiliente Teams zeichnen sich nicht dadurch aus, dass sie Belastungen vermeiden, sondern dadurch, dass sie kritische Situationen gemeinsam verarbeiten, daraus lernen und ihre Handlungsfähigkeit wiederherstellen. Die kollektive Verarbeitung ist damit ein zentraler Resilienzfaktor im Arbeitskontext.

Im Arbeitskontext entstehen kritische Situationen häufig dort, wo Arbeitsprozesse unterbrochen werden, Erwartungen nicht erfüllt werden oder Verantwortung unklar ist – etwa bei Projektabbrüchen, schweren Fehlern, Konflikten, Umstrukturierungen oder externen Krisen.

Für Teams stellen solche Ereignisse nicht nur eine fachliche, sondern auch eine emotionale und soziale Herausforderung dar. Wie sie gemeinsam verarbeitet werden, beeinflusst Vertrauen, Zusammenarbeit und zukünftige Leistungsfähigkeit.