Ganzheitliches Vorgehen der Resilienzentwicklung in Unternehmen
Resilienz im Arbeitskontext lässt sich nicht nachhaltig fördern, wenn sie ausschließlich auf individueller Ebene ansetzt. Ein ganzheitliches Vorgehen berücksichtigt die Wechselwirkungen zwischen einzelnen Mitarbeitenden, Teams, Arbeitsprozessen und organisationalen Rahmenbedingungen. Ein ganzheitlicher Blick und ganzheitliches Vorgehen ist einer der vier Schlüssel für Team-Resilienz.
Resilienz entsteht dort, wo Arbeitsprozesse so gestaltet sind, dass sie auch bei Veränderungen, Engpässen oder Störungen tragfähig bleiben. Im Arbeitskontext bedeutet ein ganzheitliches Vorgehen, Resilienz entlang konkreter Arbeitsprozesse zu betrachten:
- Wie werden Aufgaben verteilt und priorisiert?
- Wie greifen Teams und Bereiche ineinander?
- Wo entstehen Reibungsverluste, Doppelbelastungen oder Unklarheiten?
Besonders in Krisensituationen sind Entscheidungen über das weitere Vorgehen besonders bedeutsam. Resiliente Teams schaffen es auch in solchen schwierigen Situationen, neben den Team-Interessen auch die Interessen der ganzen Organisation und anderer Organisationsbereiche im Blick zu behalten. Dadurch sorgen sie dafür, dass die Organisation in der Krise handlungsfähig bleibt und sich nach Krisenzeiten besser aufstellen kann.
Der Entscheidungsprozess über die richtige Reaktion in der Krisensituation besteht aus dem Sammeln von Informationen, der Bewertung der Situation, dem Finden und Bewerten einer Entscheidung und der Prüfung bestehender Prozesse auf Passung. Und über den gesamten Prozess hinweg gilt es, die Ziele des Teams und der Organisation zu berücksichtigen und auszutarieren.






