Rollenstress in der Führung
Resilienz unter widersprüchlichen Erwartungen und Dauerbelastung
Führungskräfte arbeiten heute selten unter klaren, stabilen Bedingungen. Sie bewegen sich in einem Arbeitskontext, der geprägt ist von Leistungsanforderungen, Veränderungsdruck, knappen Ressourcen und gleichzeitig hohen Erwartungen an Kommunikation, Fürsorge und Ergebnisverantwortung. Viele dieser Anforderungen widersprechen sich – und genau in diesem Spannungsfeld entsteht Rollenstress in der Führung.
Dieser Rollenstress ist kein individuelles Versagen und kein Zeichen mangelnder Belastbarkeit. Er ist Ausdruck eines organisationalen Kontexts, in dem Führungskräfte gleichzeitig unterschiedliche, teils unvereinbare Rollen erfüllen sollen. Resilienz in der Führung bedeutet daher nicht, alles auszuhalten, sondern mit diesen strukturellen Spannungen bewusst, reflektiert und gesund umzugehen.






