Best Practices für erfolgreiche Resilienz-Maßnahmen
Einige Beispiele aus meiner Trainingspraxis zeigen, wie individuell Resilienztrainings konzipiert sein können und wie eng die Personalentwicklung, die Unternehmensführung und die Teilnehmenden an der Planung beteiligt sein sollten:
Das Klinikum Fürth ⬈ ist – wie viele Einrichtungen im Gesundheitswesen – geprägt von hoher Arbeitsintensität, zunehmender Komplexität und dauerhaftem Veränderungsdruck. Die Personalentwicklung stand vor der Aufgabe, Resilienz nicht als zusätzliches Thema „on top“, sondern als integralen Bestandteil des Arbeitsalltags zu gestalten. Dabei ging es weniger um kurzfristige Stressreduktion als um einen langfristig tragfähigen Umgang mit Belastung. Ziel des Resilienztrainings war es nicht, allgemeine Konzepte zu vermitteln, sondern den Teilnehmenden Raum zu geben, eigene Belastungsmuster zu erkennen und neue Handlungsoptionen zu erproben.
Für ein anderes Unternehmen entwickelte ich gemeinsam mit der Personalentwicklerin ein organisationales Resilienztraining als Pilotprojekt mit Multiplikatoren-Logik ⬈. Im Unternehmen hatten bereits mehrere Resilienzmaßnahmen auf individueller und teambezogener Ebene stattgefunden. Dabei zeigte sich: Individuelle Resilienz allein reicht nicht aus. Ziel war es, Führungskräfte gezielt als Multiplikator:innen zu qualifizieren, damit sie Resilienz nicht nur selbst stärken, sondern auch in ihren Teams weiterentwickeln können.
Für das Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) ⬈ kombinierte ich ein Resilienztraining mit einem Online-Transferprogramm, das die Teilnehmenden über mehrere Monate hinweg bei der Umsetzung im Arbeitsalltag begleitete. Durch diese kontinuierliche Reflexion konnte der Transfer nachweislich deutlich gestärkt werden.
Auch Praxisbeispiele für Resilienzmaßnahmen bei Siemens und der Akademie Deutscher Genossenschaften (ADG) ⬈ machen deutlich, wie unterschiedlich Resilienz in Veränderungsprozessen ausgestaltet sein kann. Resilienzstärkung ist deshalb niemals ein Standardformat, sondern ein individueller, kontextsensibler Lern- und Entwicklungsprozess.