Angst – Individuelle Resilienz und innere Prozesse
Angst ist eine evolutionär verankerte, psychophysiologische Reaktion auf wahrgenommene Bedrohungen, die über automatische Stressprozesse (z. B. Kampf-oder-Flucht-System) aktiviert wird und sowohl kognitive als auch körperliche Komponenten umfasst. In der Resilienzforschung wird Angst nicht per se als Dysfunktion verstanden, sondern als Informations- und Mobilisierungsprozess, der bei angemessener Regulation zur Situationsanpassung beiträgt – etwa durch gesteigerte Wahrnehmung von Risiken und Vorbereitung auf Handlungsoptionen (vgl. Fletcher & Sarkar, 2016).
Im Coaching und in systematischen Trainingsprozessen wird dieser Mechanismus exploriert, um Muster von Angstbewertung, Emotionsregulation und Handlungsspielraum bewusst zu machen und die Fähigkeit zur Selbststeuerung zu verbessern (z. B. Achtsamkeits- und Reflexionsprozesse).







