Begegnung zwischen Coach und Coachee
Eine Frage der Choreografie, ja, und eine Frage des Kontakts zwischen Menschen. Der für mich wichtigste Grundsatz der Neurolinguistischen Psychologie lautet: Jeder Mensch verfügt über alle Ressourcen, die er braucht, um eine von ihm angestrebte Veränderung zu erreichen. Mit diesem Grundsatz begegne ich allen meinen Coaching-Klient:innen und so entsteht im Coaching eine Beziehung des Vertrauens und der Offenheit zwischen uns, die dem/der Coachee die Selbstfindung ermöglicht. Denn es ist in einer Beratung nicht möglich, den/die Coachee von außen zu „reparieren“! Vielmehr ist Coaching ein Beratungssystem, das auf asymmetrischer Kommunikation beruht und in dem wir uns mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des/der Coachee beschäftigen: Was wird als falsch, als veränderungswürdig betrachtet (Vergangenheit)? Was wird als selbstverständliche Gegebenheit wahrgenommen (Gegenwart)? Was wirkt erstrebenswert, erfolgversprechend oder strategisch notwendig für den/die Coachee (Zukunft)?
Es geht bei der Selbstfindung im Coaching also um Kommunikation, und deswegen ist das „L“ in NLP, nämlich die „Linguistik“, so wichtig. Die Linguistik, also die Bedeutung und die präzise, bewusste Anwendung der Sprache, ist grundlegend für die Kommunikation zwischen Coach und Coachee und für das Verständnis der Welt des/der Coachee, grundlegend auch für eine ehrliche Vertrauensbasis und für den Anstoß positiver Veränderungen und deren Verankerung.
Im Laufe meiner Coaching-Stunden mit Klient:innen und meiner verschiedenen Coaching-Ausbildungen und -Weiterbildungen habe ich eine eigene Coaching-Persönlichkeit entwickelt, die neben den NLP-Grundsätzen viele andere Einflüsse hat. Unterschiedlichste Perspektiven sind erforderlich, um immer besser coachen zu können. Bei der Konzeptionierung meines intensiven Coaching-Retreats habe ich mich erneut sehr intensiv und bewusst mit Coaching auseinandergesetzt und dabei besonderes Augenmerk auf Coaching als Entwicklungsinstrument für Führungskräfte gelegt. Die Grundsätze, die Chris Hall in ihrem Abschiedsbrief als Essenz ihrer Karriere zusammenfasst, sind meiner Meinung nach unabhängig von der Coaching-„Methode“ ganz generell grundlegend für jeden Coaching-Prozess.