Was sind Entscheidungen unter Untersicherheit?
In komplexen Situationen stehen Menschen oft vor Entscheidungen, bei denen nicht alle Konsequenzen absehbar sind. In der Entscheidungsforschung wird eine solche Situation als Entscheidung unter Unsicherheit bezeichnet – mögliche Entwicklungen sind zwar denkbar, ihre Eintrittswahrscheinlichkeiten lassen sich jedoch nicht zuverlässig bestimmen.
Eine hilfreiche Strategie besteht darin, die eigene Entscheidung bewusst zu reflektieren und verschiedene Perspektiven systematisch einzubeziehen.
Passen Ihre mittel- und langfristigen Ziele noch? Vielleicht sind Ziele weggefallen, neue Ziele dazugekommen, oder es haben sich die Umstände auf Ihrem Weg zum Ziel verändert. Unsere Ziele bestimmen, welche Prioritäten wir setzen. Sind Sie sich also über Ihre Ziele im Klaren, fällt es viel leichter, Ihre Entscheidungen nach Prioritäten auszurichten. Wenn Sie sich entscheiden wollen, ob Sie nun A oder B tun sollten, können Sie lange in zermürbenden Denkschleifen hängenbleiben und alle Vor- und Nachteile jeder Entscheidung durchkauen. Oder Sie treten einen Schritt zurück und prüfen aus der Vogelperspektive, welcher Schritt Sie eher in die Richtung Ihres Ziels führt. Auch dieser Schritt wird vielleicht neben Vorteilen auch Nachteile mit sich bringen – aber Sie wissen, dass Sie im Großen und Ganzen auf dem richtigen Weg sind.
So angenehm und einfach klare Ziele unser Leben aber auch machen: Es ist sinnvoll, sie immer wieder zu prüfen. Zum Beispiel an regelmäßig wiederkehrenden fixen Terminen (wie dem Jahreswechsel), oder bei einschneidenden Lebensereignissen (zum Beispiel Jobwechsel, Krankheit, Veränderungen der Lebenssituation). Denn wenn das Ziel nicht mehr zu Ihnen und Ihrem Leben passt, bringt es nichts, starr und unflexibel daran festzuhalten. Dann ist es an der Zeit für eine weitere Entscheidung: die Entscheidung, sich der Veränderung anzupassen und Ihre Ziele neu zu sortieren.