Warum Motto-Ziele besonders wirksam sein können
Motto-Ziele entstehen nicht nur auf der bewussten Ebene, auf der analytische, wohldurchdachte Entscheidungen und Meinungen entstehen. Neben dieser rationalen sogenannten „Intentions“-Ebene wird für Motto-Ziele noch eine weitere Ebene einbezogen, die wesentlich schneller und diffuser reagiert: Die „Extensions“-Ebene, die vor allem von unbewussten Gefühlen und Erfahrungen bestimmt wird. Sie ist dafür verantwortlich, ob wir unsere rational gefassten Ziele auch verwirklichen werden: sie bestimmt durch assoziierte Erinnerungen und Gefühle die Attraktivität unseres Zieles und damit letztendlich die Motivation, mit der wir uns der Zielerreichung widmen. Wichtig ist, dass sich das Motto-Ziel stimmig und motivierend anfühlt.
Ein Beispiel: Der Aussage „Eine gute Kommunikation zwischen Team und Führungskraft ist wichtig.“ werden zweifellos die meisten Führungskräfte zustimmen. Wenn aber die „Extensions-“ Ebene signalisiert, dass wir im tiefsten Inneren vom Team ein negatives Feedback fürchten oder gar keine Lust auf „Befindlichkeitsgespräche“ haben – dann wird es wahrscheinlich sehr anstrengend, dieses Ziel zu erreichen.
Wenn dagegen beide Zielebenen – die bewusste und die unbewusste – zusammenpassen, kann ein Ziel zuverlässig erreicht werden.
Beispiele für Motto-Ziele können sein:
- „Mit ruhiger Klarheit gehe ich meinen Weg.“
- „Ich stehe stabil wie ein Fels in der Brandung.“
- „Ich gestalte Gespräche offen und neugierig.“