Relationships (positive Beziehungen)
Wenn wir die Erfahrung machen, mit anderen Menschen verbunden zu sein, wenn wir Teil eines sozialen Netzwerks sind und uns auf unser Umfeld verlassen können, verschafft uns das ein großes Glücksgefühl. Das kann im Zuge effektiver Teamarbeit sein, durch verlässlichen Kollegen, durch die Mitgliedschaft in Vereinen oder durch gut funktionierenden Familien sowie tiefe Freundschaften. All diese positiven Beziehungen tragen ganz im Sinne des Resilienzfaktors Netzwerkorientierung einen großen Teil zu unserer Zufriedenheit bei.
Wichtig ist hier auch der Aspekt, dass wir durch unseren Interaktionsstil die Beziehungsgestaltung positiv beeinflussen können oder aber auch unterminieren können. Es gibt vier Möglichkeiten zu reagieren, von denen aber nur eine Beziehung aufbaut und damit das Glückserleben des Gegenübers positiv beeinflusst.
Folgendes Beispiel erläutert diese Reaktionsstile: Ihr Kollege erzählt Ihnen nach dem Mitarbeitergespräch mit seinem Vorgesetzten, dass er befördert wurde und eine Gehaltserhöhung bekommen wird.
Folgende Reaktionsmöglichkeiten haben Sie:
- Aktiv-konstruktiv: „Das ist ja klasse! Ich freue mich für dich. Was genau hat Dir denn dein Chef gesagt? Erzähl mir, wie das Gespräch lief. Wir sollten das unbedingt feiern.“ Nonverbal: Blickkontakt, Ausdruck des positiven Gefühls durch ein Lächeln.
- Passiv-konstruktiv: „Das sind tolle Neuigkeiten. Das hast du dir verdient.“ Nonverbal: Kaum oder kein aktiver Ausdruck von Emotionen.
- Aktiv-destruktiv: „Das klingt ganz so, als ob du nun noch mehr zu tun bekommst. Da werden wir wohl jetzt nicht mehr so viel im Team zusammen arbeiten, oder?“ Nonverbal: Ausdruck des negativen Gefühls durch ein Stirnrunzeln oder finsterer Blick.
- Passiv-destruktiv: „Was gibt es denn heute in der Kantine?“ Nonverbal: Kaum Blickkontakt
Mit der aktiv-konstruktiven Reaktion zeigen Sie Interesse an Ihrem Gegenüber und freuen sich mit ihm. Das tut nicht nur ihm gut, sondern stärkt auch Ihr Wohlbefinden und die gemeinsame Zusammenarbeit.