Eigen-Verantwortung für´s Glück © tanawatbig / fotolia

Selbstverantwortung: Warum wir unser Glück mitgestalten

Selbstverantwortung beginnt häufig damit, den eigenen Handlungsspielraum wieder zu erkennen. Gerade in schwierigen Lebenssituationen hilft es, den Blick darauf zu richten, was trotz aller Einschränkungen möglich ist.

Eine Frau berichtet: „Seit einem Jahr bin ich mit meinem Mann hier in Shanghai und nun bin ich schwanger. Ich hatte zuvor immer gearbeitet und komme mit der einsamen Zeit alleine zuhause einfach nicht zurecht. Zusätzlich fange ich an, meinem Partner seine Freizeit und Arbeitstätigkeit übel zu nehmen und reagiere eifersüchtig. Mit meinen Freunden und früheren Kollegen in Berlin habe ich viel Kontakt. Da mir im Juli die Geburt bevorsteht, ist eine Änderung meiner Situation momentan irgendwie unmöglich. Ich würde am liebsten in einem Jahr zurückgehen und wieder eine treibende, gestaltende Tätigkeit annehmen. Aber mein Mann stellt sich den Umzug erst in 3–5 Jahren vor. Für mich ist das alles in allem eine schwere und kaum zu überwindende Zukunft.“

Das hört sich tatsächlich ziemlich verzwickt an. Dort, wo sie ist, möchte sie nicht wirklich sein. Dort, wo sie sein möchte, kann sie im Moment nicht sein. Das, was sie tun möchte, kann sie aktuell nicht tun. Und das, was sie vielleicht tun könnte, ist ihr im Augenblick offenbar noch nicht bewusst.