Umgang mit der Krise
Eine Krise ist dann bewältigt, wenn ein Mensch ein Lebensereignis – egal ob beruflich oder privat -, das mit Hilflosigkeit und Ohnmacht verbunden war oder noch ist, in die eigene Lebensgeschichte einordnen kann, ohne dadurch seelisch oder körperlich von überflutendem Stress eingeengt zu werden. Wenn Sie also denk- und handlungsfähig bleiben, obwohl Sie sich wieder an dieses Ereignis erinnern, dann haben Sie es geschafft. Es kann und darf auch sein, dass Sie, während Sie sich erinnern, bemerken, wie Ihr Herz zu pochen anfängt, Sie ein wenig kurzatmiger werden und vielleicht auch etwas zu schwitzen anfangen. Das sind Zeichen, dass Sie bereits „über dem Berg sind“, dass jedoch noch eine Restbelastung vorhanden ist.
Für den Umgang mit Krisen können wir aus der Traumatherapie lernen: Nach einem kritischen Ereignis müssen wir uns zuerst mal stabilisieren. Dafür eignen sich Techniken, die Stress regulieren sowie die intensive Fokussierung auf unsere Ressourcen. Entscheidend ist dabei, dass wir wieder Eigenverantwortung übernehmen, indem wir etwas tun und darauf vertrauen, dass „Heilung“ möglich ist.
Wenn die Krise in Ihr Leben eingetreten ist, dann ist sie einfach da. Weder Zetern, Jammern, Heulen noch die Probleme zu analysieren, wird auf Dauer helfen. Akzeptanz ist ein wertvoller Schlüssel, um mit Schwierigkeiten umzugehen. Wenn es Ihnen gelingt, sich zu stabilisieren, tun Sie sich etwas richtig Gutes: Sie sorgen dafür, dass Ihre Emotionen wieder in einen mittleren Erregungszustand gelangen.