Normative Dimension von Resilienz
Warum Resilienz nicht wertneutral ist – und was das für Führung bedeutet
Resilienz gilt in Organisationen als zentrale Fähigkeit im Umgang mit Veränderung, Unsicherheit und steigenden Anforderungen. Gleichzeitig bleibt häufig unausgesprochen, welche Form von Anpassung eigentlich erwartet wird – und von wem. Genau hier zeigt sich die normative Dimension von Resilienz. Für Führungskräfte und HR-Verantwortliche ist dieses Verständnis entscheidend, weil Resilienz sonst ungewollt zur Leistungsnorm wird. Mitarbeitende sollen sich anpassen, stabil bleiben und funktionieren, auch dann, wenn strukturelle Bedingungen dies kaum zulassen. Ein reflektierter Umgang mit Resilienz schützt vor Überforderung, Fehlsteuerung und dem Verlust von Vertrauen.






