Resilienz-Missverständnisse
Warum Resilienz oft falsch verstanden wird – Abgrenzungen im Arbeitskontext
Resilienz ist ein Begriff, der im Arbeitskontext häufig verkürzt, überhöht oder missverständlich verwendet wird. In der wissenschaftlichen Perspektive beschreibt Resilienz jedoch weder eine einzelne Fähigkeit noch eine stabile Persönlichkeitseigenschaft oder ein dauerhaftes „Starksein“. Vielmehr handelt es sich um einen dynamischen Anpassungs- und Entwicklungsprozess, der im Zusammenspiel zwischen Person und Umwelt entsteht und sich im Umgang mit Belastungen, Krisen und Unsicherheit zeigt.
Gerade in Organisationen führen Resilienz-Missverständnisse im Arbeitskontext dazu, dass Verantwortung individualisiert, strukturelle Belastungen ausgeblendet oder unrealistische Erwartungen an Mitarbeitende und Führungskräfte formuliert werden. Eine klare Einordnung dessen, was Resilienz nicht bedeutet, ist daher eine zentrale Voraussetzung für professionelle, wirksame und verantwortungsvolle Resilienzarbeit im Arbeitskontext.
Die folgenden Abschnitte zeigen zentrale Resilienz-Missverständnisse, die sich besonders im Arbeitskontext hartnäckig halten und Resilienzarbeit in Organisationen erschweren.






