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Akzeptanz © Givaga / fotolia

Akzeptanz

Der Resilienzschlüssel Akzeptanz ist einer der 7+3 Resilienzschlüssel für individuelle Resilienz. Akzeptanz bedeutet, geschehene Dinge sowie Unveränderbares und Unvermeidbares anzunehmen. Dies kann dann gelingen, wenn Erfahrungen, Entscheidungen und Handlungen aus der Vergangenheit als wichtige und hilfreiche Elemente für die eigene Persönlichkeitsentwicklung und -reifung anerkannt werden. Wenn wir Vergangenes und Unveränderbares akzeptieren können, ist das Leben im Fluss – wir fühlen uns im Einklang mit den Dingen.

Was Akzeptanz nie ist: den Kopf in den Sand stecken und resignieren. Die Kunst liegt darin zu erkennen, wann, wie und wie lange es Sinn macht, sich gegen den Strom zu stellen. Akzeptanz unterstützt uns dabei, auf der Grundlage dessen, was ist, proaktiv die uns wichtigen Dinge anzugehen.

Nutzen von Akzeptanz

Durch Akzeptanz können negative Emotionen wie z. B. Angst, Ärger und Wut verringert werden und eine bewusste Ausrichtung auf Neues gelingen. Warum können wir bestimmte Dinge nicht akzeptieren? Weil sie negative Emotionen in uns auslösen, die nicht zur Ruhe kommen. Reflexhaft stellen wir uns vor, was gewesen wäre, wenn… Oder wir wünschen uns Rache oder einen Ausgleich, weil wir ungerecht behandelt worden sind (oder uns zumindest so fühlen). Stellen Sie sich in so einer Situation bewusst vor, was Sie für sich gewinnen, wenn Sie Vergangenes oder schwierige Situationen voll akzeptieren könnten. Welche Emotionen würden Sie dann spüren? Gelassenheit, Leichtigkeit, innere Ruhe… Wenn Sie sich bewusst machen, welchen Nutzen Sie aus der Akzeptanz ziehen, fällt es Ihnen leichter zu akzeptieren.

Stress-Abbau für mehr Akzeptanz

Natürlich soll niemand alle Dinge, Situationen oder Zustände unhinterfragt akzeptieren. Wenn es möglich ist, aktiv eine positivere Situation herbeizuführen, dann macht es vielmehr Sinn einen guten Weg zur Lösung zu finden! Wichtig ist die Entscheidung, was Sie akzeptieren wollen (oder müssen), so wie es ist, und welche Themen Sie angehen wollen (oder können), um Sie zu ändern. Dafür sollten Sie Ihre persönlichen Stressoren und Stressverstärker analysieren. Was genau macht Ihnen Druck – Deadlines, unerwartete Aufträge von Vorgesetzten, ein ungünstiges Arbeitsumfeld…? Und wie wiederum setzen Sie sich selbst unter Druck – indem Sie Ihre eigenen Erwartungen hochschrauben, Situationen subjektiv bewerten, sich Sorgen machen…?

Wenn Sie sich über alle Ihre Stressoren und Stressverstärker im Klaren sind, dann bewerten Sie Ihre Sammlung. Was ist unveränderbar, was ist veränderbar? Damit haben Sie den ersten Schritt getan: Konzentrieren Sie sich von jetzt an darauf, Unveränderliches zu akzeptieren und gehen Sie Veränderliches mit Lösungsorientierung an.

Eine weitere Übung zur Entwicklung und Förderung von Akzeptanz finden Sie hier.

Akzeptanz im Team

Im Arbeitskontext ist Akzeptanz für eine gute Zusammenarbeit grundlegend. In Teams arbeiten meist die unterschiedlichsten Menschen mit verschiedenen Stärken und Schwächen, Erfahrungen und Eigenarten zusammen. Nur wenn jede/r im Team diese Diversität als Ressource sehen kann, können alle Teammitglieder ihre Stärken voll entfalten. Die Akzeptanz gegenseitiger Unterschiede schafft eine Atmosphäre, in der alle Teammitglieder darauf vertrauen können, dass ihnen mit Wertschätzung begegnet wird. Es entsteht psychologische Sicherheit, ein essentieller Schlüssel für Team-Resilienz.

Eine typische Aussage für den Resilienzschlüssel Akzeptanz:

„Was vorbei ist, ist vorbei. Mit Unabänderlichem kann ich mich recht gut und schnell abfinden.“

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