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Burn-out entsteht, wenn das eigene Handeln nicht mehr kohärent scheint © emer / fotolia

Kohärenzgefühl

Kennen Sie das Gefühl, dass sich eine Entscheidung genau richtig anfühlt? Dass das, was Sie tun, stimmig ist? Der Soziologe Aaron Antonovsky prägte für dieses Gefühl den Begriff Kohärenz – einen Zustand, in dem wir uns gut und zufrieden fühlen. Im Rahmen seiner wissenschaftlichen Studien zur Salutogenese (Entstehung und Erhaltung von Gesundheit) definierte er das Kohärenzgefühl als entscheidende Variable, um bei Herausforderungen und Krisen stark und widerstandsfähig zu bleiben und besser mit Stressoren umgehen zu können.

Was ist Salutogenese?

Im Gegensatz zur Pathogenese fokussiert die Salutogenese nicht auf die Frage „was macht uns krank“, sondern „was macht/hält uns gesund“. Der spannende Ansatz ist also die Einbeziehung von gesundheitsunterstützenden Schutzfaktoren und Ressourcen statt sich primär auf das Management von Krankheiten, also auf ihre Heilung oder die Vermeidung von Risikofaktoren zu konzentrieren. Damit integriert sich das Salutogenese-Modell auch hervorragend in moderne Konzepte der Arbeitswelt.

Ein stark ausgeprägtes Kohärenzgefühl trägt dazu bei, dass Menschen flexibel auf Herausforderungen reagieren, indem sie die nötigen Ressourcen aktivieren. In meinen Resilienztrainings und Resilienzcoachings arbeiten die TeilnehmerInnen und Coachees viel mit ihrem Kohärenzempfinden, denn erst wenn eine Herausforderung oder Veränderung als kohärent („stimmig“) erlebt wird, kann sie ohne Vorbehalte mitgestaltet werden.