Praxistransfer am Beispiel eines Buddy-Systems: Zwei Teilnehmer videotelefonieren

Resilienztraining: Erfolgsfaktor Praxistransfer am Beispiel des IW Köln

„Und was bringt’s genau?“ Bei Vorbesprechungen zu Resilienz-Maßnahmen ist der Mehrwert eines Workshops oder eines Trainings ein wichtiges Thema. Verständlich, schließlich soll sich die Investition lohnen – für die MitarbeiterInnen und letztendlich für das Unternehmen. Fakt ist: Selbst der beste Workshop kann die Kompetenz Resilienz nicht an ein oder zwei Tagen „vermitteln“ oder „schulen“. Resilienz ist eine Haltung, die trainiert und verinnerlicht werden muss.

Deshalb lege ich großen Wert auf ein nachhaltiges, in der Regel 2-stufiges Konzept: An die initiale Maßnahme (Präsenz- oder Online-Training) sollte sich wenn möglich ein mehrmonatiges Transferprogramm anschließen. Ziel ist es, die im Training angestoßene Veränderung zu vertiefen, weiterzuentwickeln und in konkreten Alltagssituationen anzuwenden. So können die TeilnehmerInnen das volle Potenzial von Resilienz erschließen und profitieren von einer echten Persönlichkeitsentwicklung.

Mein Transferprogramm im Detail

Nach der initialen Maßnahme erhalten die TeilnehmerInnen Zugang zu meinem 4-monatigen Transferprogramm auf der Online-Plattform Blink.it. Mit Hilfe von regelmäßigen Impulsen, Videos, Wiederholungen zu den Resilienzschlüsseln und konkreten Transfer-Übungen arbeiten sie weiter an ihrer Resilienz und dokumentieren die persönliche Entwicklung, beispielsweise Veränderungen ihrer Einstellung oder Verhaltensmuster.
Ein weiteres wichtiges Element meines Transferprogramms ist außerdem der regelmäßige Austausch und die gemeinsame Reflektion der Umsetzungserfahrungen mit den anderen TeilnehmerInnen. Im „Buddy-System“ motivieren und stärken sich die TeilnehmerInnen in Zweier-Gruppen durch kollegiale Beratung gegenseitig.

Tipps: Sinnvoll sind beispielsweise regelmäßige Termine für einen gemeinsame Praxistransfer der Übungen sowie das „Buddy-System“, d.h. feste LernpartnerInnen in Zweiergruppen während der gesamten Transferphase. Auch ein abschließender gemeinsamer Transfer-Tag hat sich bewährt, an dem sich die TeilnehmerInnen den Unterschied bewusst machen können, was sie nach dem Training und der Transferphase bereits anders machen und was ihnen jetzt leichter fällt. Für diesen Aha-Effekt reicht oft auch schon ein halber Tag aus.

Teilnehmer-Meinungen zum Praxistransfer

Ein gutes Beispiel für das effektive Zusammenspiel zwischen Resilienztraining und Transferprogramm ist das IW Köln (Institut der deutschen Wirtschaft), das bereits seit 2016 regelmäßig Inhouse-Resilienztrainings durchführt.

„Wir sind im Betrieblichen Gesundheitsmanagement sehr gut aufgestellt und verstehen das Thema ganzheitlich. Die Pandemie hat uns noch einmal vor andere Herausforderungen gestellt. Vor diesem Hintergrund passte Frau Hellers Online-Angebot eines Resilienztrainings in Verbindung mit einem Online-Transferprogramm sehr gut in unser Weiterbildungsangebot und wir wollten es gerne ausprobieren.“ (Gabi Dahm, Fachfrau für betriebliches Gesundheitsmanagement IW Köln)

Im Juli 2020 fand für 9 TeilnehmerInnen ein 1-tägiges Resilienztraining für individuelle Resilienz statt (coronabedingt als Online-Training), mit einem direkt anschließenden 20-wöchigen Transferprogramm.

Mit freundlicher Genehmigung des IW Köln hier einige Zitate aus der Befragung der TeilnehmerInnen nach Abschluss des Transferprogramms:

„Das Transferprogramm passte gut als Fortsetzung/Vertiefung zum Training.“

„Es sind viele Themen bei mir aufgekommen, die ich allein so nicht bewältigen konnte. Deshalb habe ich das Transferprogramm als umso wichtiger empfunden.“

„Für mich war besonders wertvoll der Austausch mit meinem Tandem.“

„Das Buddy-System hat mir geholfen, weil der Austausch mit meinem Buddy sehr konstruktiv und aufbauend war und mich motiviert hat, die Übungen tatsächlich durchzuführen (Commitment).“

Das Training und Transferprogramm waren für mich besonders nützlich, weil …

„Ich habe mein Verhalten geändert.“

„Ich habe meine Beziehungen mit anderen geändert“

„Ich kann mit belastenden Situationen besser umgehen.“

Woran merke ich selbst, dass ich besser mit Belastungen und Krisen umgehe?

„Mir gelingt es immer besser, schnell wieder positiv zu denken und das auch auszustrahlen.“

„Dass ich weniger gestresst bin.“

„Ich bleibe ruhiger.“

Ein gutes Zwischenergebnis, auf das die TeilnehmerInnen auch in den nächsten Monaten weiter aufbauen können – und eine Entwicklung, die auch dem Unternehmen nützt, denn resiliente MitarbeiterInnen zeigen nicht nur in Krisenzeiten mehr Gelassenheit und Stärke, sondern sind auch im normalen Arbeitsalltag stabiler und belastbarer.

Welche Herausforderungen haben Sie beim Praxistransfer von Resilienz in Ihren Alltag erlebt – und welche erprobten Tipps haben Sie für eine nachhaltige Veränderung von Einstellung und Verhalten? Ich freue mich auf einen Austausch mit Ihnen!


Wollen Sie mehr für sich oder Ihr Unternehmen tun?

Ich freue mich auf Ihre Anfrage!

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