Tigeraugen standhalten © ondrejprosicky / fotolia

Resilienztraining: Tigeraugen Stand halten

Überrascht war ich, als ich das Heft Personalführung 12/2013 erhielt: Mein Artikel zu Resilienztrainings wird vom Tiger Richard Parker und Pi Patel begleitet. Die Fotos stammen aus dem Film „Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger“, ein modernes Märchen über Resilienz. Die beiden finden sich nach einem Schiffsbruch zusammen auf einem Rettungsboot wieder. Um in dieser Situation zu überleben, um nicht gefressen zu werden, muss Pi täglich mit Gelassenheit und Geistesgegenwart sowohl für sich als auch für den Tiger sorgen.

Für sich selbst sorgen, Eigen-Verantwortung übernehmen, das ist auch ein zentraler Schlüssel der Resilienz. Aufgrund aktueller Meldungen über den Freitod von hochrangigen Schweizer Managern sowie den Zahlen über den
ungebremsten Anstieg von psychosozialen Krankheiten scheint hier großer Handlungsbedarf gegeben zu sein.

Seit etwa sieben Jahren wird in Deutschland der Begriff Resilienz populärer. Resilienz (lat. resilire – zurückspringen, abprallen) bedeutet Widerstandskraft, das heißt, es geht um die Fähigkeit, sich aus jeder beliebigen Lage durch den Rückgriff auf eigene Ressourcen wieder aufzurichten. Resilienz kann als Persönlichkeitseigenschaft (Werner / Smith 1982) gesehen werden, wobei neuere Ansätze von einer Person-Umwelt-Konstellation ausgehen (vgl. Staudinger / Greve 2008, 118). Persönlichkeitseigenschaften werden in neueren Ansätzen als vermittelnde Faktoren gesehen. Sowohl die Art des Bearbeitungsprozesses einer Risikolage als auch Umweltfaktoren (z. B. Bezugspersonen und soziale Netzwerke) spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Resilienz beinhaltet folglich Persönlichkeitseigenschaften (sog. „Traits“), aber insbesondere Kompetenzen und veränderbare innere Zustände („States“) mit Denk- und Verhaltensmustern, die präventiv und insbesondere in herausfordernden, stressigen Situationen für die Stabilisierung, Gesunderhaltung und Produktivität von Menschen hilfreich sind. Diese Denk- und Verhaltensmuster lassen sich trainieren.

Lesen Sie mehr in der aktuellen Personalführung 12/2013, eine Zeitschrift der DGFP. Den kompletten Artikel finden Sie hier.

Weitere Aspekte für Resilienz-Trainings finden Sie hier im Blog.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.