Erfolgreiche Trainer nutzen Resilienzfaktoren © Giordano Aita / fotolia

WM-Finale: Was Sie vom Bundestrainer lernen können

WM-Zeit ist „Bundestrainer-Zeit“. Das schreibt Andreas Buhr:

„Vor dem Spiel Deutschland gegen Brasilien diskutierten wieder Millionen von „Bundestrainern“ in den Gazetten, den sozialen Netzwerken, am Frühstückstisch und während der Arbeit über die Startelf, die richtige Taktik, die Einwechslungen, über den Plan bis ins Finale.

Nach der Feier über den Einzug ins Finale und dem furiosen 7:1 haben alle „Bundestrainer“ mit ihren Überlegungen recht gehabt, obwohl sicher keiner einen Sieg in dieser Höhe erwartet hatte. Scheint ja gar nicht so schwer zu sein, der Job des Bundestrainers, oder?“

Und jetzt? „Für den Bundestrainer Joachim Löw ist der vierte Titelgewinn der Deutschen auch eine persönliche Genugtuung. Gegen viele Widerstände hatte er sich durchsetzen müssen“, schreibt DIE WELT. Sogar seine Entlassung hatten vor 2 Jahren noch viele gefordert. „Er änderte Taktik, wechselte das Personal und reüssierte schließlich.“ Jetzt können alle Deutschen wieder sagen: „Wir sind Weltmeister.“ Und eine Berliner Zeitung titelte gestern sogar gegenüber den Argentiniern: „Ihr seid Papst“.

Was macht nun einen wirklichen Bundestrainer aus? Andreas Buhr schreibt weiter: „Jogi Löw, Luiz Felipe Scolari, Louis van Gaal und Alejandro Sabella (Trainer aller Halbfinalisten) arbeiten ausschließlich mit Weltklasse-Spielern, -Betreuern, -Physiotherapeuten, -Scouts und -Köchen zusammen. Das sind also optimale Bedingungen, um erfolgreich zu sein.

Dazu meint Bastian Schweinsteiger: „Der intelligenteste Trainer wird den Titel gewinnen!“ Was für eine Aussage! Was also zeichnet einen erfolgreichen Trainer aus? Wann handeln und entscheiden sie intelligent?

Neben taktischen Überlegungen, akribischer Analyse der Gegner und Einzelgesprächen mit allen Spielern, haben die Trainer es geschafft alle Beteiligten, angefangen beim Zeugwart, über die Auswechselspieler, bis hin zur Startelf, von ihren Ideen zu überzeugen, eine gemeinsame Vision zu schaffen.

Das ist auch der wesentliche Unterschied zwischen a) den Millionen „Bundestrainern“ vor den Bildschirmen und b) der EINEN Person, die letztlich für Sieg und Niederlage verantwortlich gemacht wird:

Die Vision vom Großen und Ganzen entwickeln. Die Kraft und Intelligenz, die richtigen Entscheidungen zu treffen, damit das Ergebnis für sich spricht.

Und hier nun die Frage: Können auch wir, ob nun „Bundestrainer“, Zuschauer oder nur Fan, eine solche Vision für uns selbst, für unser Umfeld entwickeln? Was ist konkret dafür zu tun?

1. Analysieren Sie Ihre Stärken und Schwächen.
Welche Stärke entwickeln wir zu unserer Chance?
Welche Schwäche könnte eine Risiko für uns sein?

2. Stellen Sie Ihr Team nach den vorhandenen Potentialen auf.
Wer übernimmt die Verantwortung und welche Aufgaben?

3. Geben Sie Ihren Mitarbeitern Lösungsmöglichkeiten an die Hand.
Was braucht jeder Einzelne um seine Aufgabe optimal zu erfüllen?

4. Geben Sie ein Ziel aus, das jeden motiviert.
Was wollen wir gemeinsam erreichen und warum?
Was ist mein persönlicher Beitrag?
Wie kann ich helfen, damit das Team das Ziel erreicht?

5. Seien Sie Rampensau und Philosoph.
Wie übertragen Sie diese Punkte und damit auch Ihre Vision auf Ihr Team?

Selbst die erfolgreichsten Trainer dieser WM haben ihre Co-Trainer, Berater, Analysten etc., mit denen sie sich austauschen, von denen sie lernen, mit denen sie sich weiterbilden und die alle ihr Handwerk von der Pike auf gelernt haben.“

All dies schreibt Andreas Buhr. Diesen Profi-Gedanken verfolgt er auch in seiner Train-the-Trainer-Ausbildung.

Lernen vom Bundestrainer

Letztlich geht es darum, dass wir – egal in welchem Kontext – alle ein Netzwerk von Spezialisten, Trainern und Unterstützern benötigen. Nur dann werden wir wirklich Profi.

Als Führungskraft können Sie von diesen Profi-Gedanken profitieren. Sie brauchen eine Vision. Wozu wollen Sie etwas erreichen? Wofür stehen Sie? Genau wie im Fußball können Sie Ihre Stärken analysieren und Ihre Position im Spielfeld bestimmen. Auch die Potentiale Ihrer Mitarbeiter sollten Sie genau unter die Lupe nehmen und ggf. dafür einstehen, dass Sie „den richtigen Mann“ bekommen. Klären Sie die Ressourcen, damit Sie gute Lösungen entwickeln können. Sie sollten nicht als Einzelkämpfer unterwegs sein, sondern prüfen Sie genau, wer Sie in Ihrem Netzwerkorientierung wirklich unterstützten kann. Fordern Sie diese Unterstützung ein und ergänzen Sie ggf. Ihr Netz. Immer wieder braucht es Reflexionszeiten, in denen Sie vielleicht sogar wie ein Philosoph über den Sinn Ihrer Arbeit und des Lebens nachdenken. Aber dann sollten Sie wieder die Forschheit einer „Rampensau“ haben, um Ihre Vision, Ihre Überzeugungen motiviert in Ihr Team und ins Unternehmen zu tragen.

Mit all diesen Schritten werden Sie auch für mehr Resilienz für sich und Ihr Team sorgen, da Sie mit diesen 5 Schritten einzelne Resilienzfaktoren stärken.

Sieg oder Niederlage – wir alle haben die Daumen für unsere Jungs und unseren Trainer gedrückt. Und Ihnen drücke ich die Daumen, dass Sie Ihre Vision entwickeln, dass Sie Profi für sich und Ihr Leben werden! Setzen auch Sie auf Sieg!

 

Danke an Andreas Buhr für die Freigabe seines Textes. Mehr Informationen zur Buhr & Team Akademie für Führung und Vertrieb AG finden Sie hier.

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