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Freude

Freude: ein kulturübergreifendes Gefühl

Freude ist, neben Wut, Ekel, Furcht, Verachtung, Traurigkeit und Überraschung eine der sieben Grundemotionen, die sich weltweit und kulturunabhängig bei allen Menschen wiederfinden lassen. Das Gefühl der Freude zeigt sich bei jedem gleich. Die Auslöser für Freude sind aber so verschieden wie ein Mensch sich von anderen unterscheidet: beim Einen lösen blühende Blumen auf einer Wiese Freude aus, beim Anderen das Treffen mit einem alten Freund, bei dem es hoch her geht, bei wieder anderen die Möglichkeit, morgen endlich mal wieder ausschlafen zu können.

Gutes wahrnehmen

Wenn wir uns freuen, wenn wir glücklich sind, öffnet sich unser Horizont,wir sind aufnahmefähiger für Neues und Angenehmes. Das ist ein selbstverstärkender Kreislauf: Je mehr Freude wir empfinden, desto mehr Gutes nehmen wir wahr, was unsere Freude wiederum erhöht. Wenn unsere Stimmung dagegen gerade eher mittelmäßig ist, fällt uns eher Negatives verstärkt auf. Um die Freude in ihr Leben zu lassen, gibt es einen einfachen Trick: Denken Sie jeden Tag daran, wobei Sie heute Freude empfunden haben. Aber denken Sie es nicht nur, schreiben Sie es auch auf!

• In welchem Moment mussten Sie unwillkürlich lächeln?
• In welchem Moment fühlte sich Ihr Gang leicht und beschwingt an?
• Wann lief etwas sogar noch besser als erwartet?

Das, was Sie aufschreiben, müssen keine außergewöhnlichen Ereignisse sein. Vielleicht hat Sie der Kaffeeduft am Morgen beschwingter in den Tag gehen lassen… vielleicht haben Sie einen geheimen Groll gegen eine Kollegin beigelegt… vielleicht war das Wetter beim abendlichen Dauerlauf besser als in der Wettervorhersage angekündigt.

Forschungen haben gezeigt, dass wir allein dadurch, dass wir uns abends mit den positiven Ereignissen des Tages noch einmal intensiv auseinander setzen, unser alltägliches Glücksempfinden steigern können. Und Sie werden bemerken, dass Sie anfangen, glückliche Momente im Laufe des Tages zu „sammeln“, um sie am Abend aufzuschreiben – sie nehmen diese Momente also viel bewusster wahr.

Mitfreude

Freude kann, so wie Leid als Mit-leid, auch in der Form von Mitfreude auftreten: nämlich dann, wenn wir an der Freude anderer emotional teilnehmen können. Doch dabei gilt, frei nach dem Sprichwort: Geteilte Freude ist doppelte Freude, aber geteiltes Leid ist halbes Leid. Haben Sie schon einmal darauf geachtet, worüber Sie mit Ihren Mitmenschen vor allem sprechen? Kommen Sie nach der Arbeit nach Hause und lassen sich bei Ihrer Partnerin erst einmal über die neuerlichen Unverschämtheiten des Kunden Huber aus? Wenn Sie selbst anfangen, vor allem über Positives zu berichten, über das Sie sich den Tag über gefreut haben, wird das Ihre Stimmung und die Ihrer Gesprächspartnerin sofort heben. Und wenn Sie sie dann noch dazu auffordern, ebenfalls von den Dingen zu berichten, die ihm oder ihr heute Freude bereitet haben, haben Sie noch die Gelegenheit zur Mitfreude!

Sobald Sie sich klarmachen, dass Sie Ihren Emotionen nicht einfach ausgeliefert sind, sondern Ihre Freude-Momente selbst beeinflussen können, sind Sie schon einen ganzen Schritt weiter in Richtung Eigenverantwortung.