In Mainz setzt die Uni auf die Forschung zum Körper, in Heidelberg wird u.a. die besondere Funktion des Körpers betont. Beide Forschungsrichtungen werden in den kommenden Jahren viel Hilfreiches zum Resilienz – Aufbau, zum Thema Stress und psychischer Gesundheit beitragen.

Embodiment wichtig für Resilienz

In Heidelberg findet aktuell die Tagung „Reden reicht nicht statt“. Michael Bohne, Mitveranstalter und PEP-Erfinder, interviewt Maja Storch. Sie betont, dass wir z.B. beim Flirten nicht primär unseren Kopf sondern den ganzen Körper nutzen. Auch für psychische Gesundheit sieht sie den Körper und eine positive Selbstbeziehung als zentralen Ausgangspunkt an. Forschungen zum Embodiment werden in naher Zukunft noch einige Überraschungen bieten. Tipp zum Weiterlesen: „Maja Storch 2015. Embodied Communication: Kommunikation beginnt im Körper, nicht im Kopf“.

Resilienz-Mechanismen erforscht die Neurobiologie

Die Forscher an der Uni Mainz setzen hingegen auf die Neurobiologie und damit auch auf Untersuchungen, was eigentlich im Kopf passiert (u.a. Forschungsprojekt MARP). Das Deutsche Resilienz-Zentrum der Uni Mainz wurde vor knapp zwei Jahren gegründet. Diese Forschungen werden über die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in den nächsten vier Jahren mit 12,1 Millionen Euro gefördert. Der Sonderforschungsbereich (SFB1193) trägt den Titel „Neurobiologie der Resilienz gegenüber stressinduzierter psychischer Dysfunktion: Mechanismen verstehen und Prävention fördern“.

Ziel ist es, zu erforschen, welche Vorgänge im Gehirn Menschen dazu befähigen, sich gegen schädliche Auswirkungen von Stress zu schützen. Konkret wollen die beteiligten Wissenschaftler die Mechanismen der Resilienz ergründen. Spannend wird sicherlich der Medizinkongress zu Resilienz im September 2016.

Ergänzende Infos zu Resilienz und Embodiment

Interview mit Maja Storch beim Kongress „Reden reicht nicht“:

Michael Bohne: PEP und die Big Five – Lösungsblockaden: