Resilienz zum Muttertag ©TR-fotolia

Resilienz stärken am Muttertag

Letzten Sonntag traf ich eine gute Freundin. Sie erzählte mir, dass sie morgens von ihrer Tochter eine große Schachtel zum Muttertag überreicht bekam. Diese packte sie am Frühstückstisch erwartungsvoll aus. In dieser Schachtel fand sie 50 Briefumschläge. Und in jedem Briefumschlag steckt ein zusammengefaltetes Blatt mit einem Satz. Jeder Satz startete mit „Du bist die beste Mama, weil…“

Ist das nicht toll? Da setzt sich eine 17 jährige Tochter hin und findet 50 unterschiedliche Gründe. Einige dieser Gründe hat mir meine Freundin verraten:

Du bist die beste Mama, weil….

… du Richard und mir das Leben geschenkt hast.
… du mir immer verzeihst, auch wenn ich etwas mache, das dir nicht gefällt.
… man mit dir toll kuscheln kann.
… du niemals deine Kinder schlagen würdest.
… du mit mir über die Bedeutung meiner Träume philosophierst.
… du mir bei Referaten und beim Lernen hilfst.
… du zu deinem Wort stehst
… du nicht nur meine Mama, sondern auch meine beste Freundin bist.

Beim Erzählen strahlte meine Freundin. Ihre Tochter gab ihr mit diesen Sätzen Rückmeldung zu ganz konkreten Dingen in ihrer Beziehung. Sie beschreibt damit, was ihr wichtig ist und was sie an ihrer Mutter schätzt. Die beiden sind tatsächlich Franken, die ja eigentlich dafür bekannt sind, dass mit „Passt scho“ alles gesagt ist.

Wenn Sie die Wirkung der 8 Sätze mit der fränkischen Kurzform vergleichen, was ist für Sie wirkungsvoller?

Feedback geben, konkret anderen Menschen zu sagen, was wir an ihnen toll finden oder was jemand gut gemacht hat, das stärkt sicher das Selbstwertgefühl. Sich wichtig und wertvoll zu fühlen, davon bin ich überzeugt führt auch zu mehr innerer Stärke – also zu Resilienz.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie heute mindestens ein anerkennendes Lächeln von anderen wahrnehmen. Vielleicht mögen Sie selbst zumindest einer Person eine bestärkende Rückmeldung schenken.

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